Die Organisationen


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Wie erkenne ich eine seriöse Tierschutzorganisation? 24.03.2005
Sogenannte Tierschutzorganisationen wollen doch alle nur Geld machen! 31.05.2005



Dies ist ein Auszug von www.ungarn-tierschutz.de































































































Wie erkenne ich eine seriöse Tierschutzorganisation?

Autor: Perrera e.V.

Leider ist gerade der Auslandstierschutz schon öfters in Verruf geraten. Auch in Tierschützerkreisen machen sich zum Leidwesen seriöser Vereine schwarze Schafe breit, die kranke Tiere vermitteln, falsche Papiere ausstellen und den neuen Besitzern wichtige Informationen vorenthalten.
In solchen Fällen geht oft auch die gesamte Schutzgebühr oder ein Teil davon in die eigene Tasche und das kann nicht der Sinn von Tierschutz sein. Nicht nur für die Besitzer und Tiere, sondern auch für alle verantwortungsvoll arbeitenden Vereine ist eine solche betrügerische Vermittlung sehr folgenschwer. Verständlicherweise wird sich der neue Tierbesitzer hintergangen fühlen, wenn ein Tier ankommt, welches viel älter ist als angegeben oder schlimmer noch, sehr krank ist. Was hängen bleibt, ist der Eindruck, dass alle Organisationen so arbeiten, bzw. dass alle Tiere z. B. aus südlichen Ländern krank sind und man nie weiß, was man bekommt. Schlimm für alle Tierschützer, die einen Großteil ihrer Freizeit in eine seriöse Tierschutzarbeit investieren und viel Einsatz und eigenes Geld einbringen, um ihren Schützlingen zu einem Zuhause zu verhelfen.
Bei Vermittlungen von Tieren in Deutschland kann man sich meist persönlich vor Ort ein Bild machen. Kommt ein Tier aus dem Ausland, ist das nicht so einfach. Wenn Sie auf ein Tier aufmerksam werden und den ersten Kontakt aufnehmen, fragen Sie von welcher Organisation oder welchem Verein das Tier vermittelt wird. Oft sind im Internet ja nur die Personen angegeben, die ein Tier vermitteln. Schauen Sie Sich die Vereinsseite im Internet an und versuchen Sie, mehr über die Organisation zu erfahren. Schauen Sie, ob die Seite informativ aufgebaut ist und ob eine Adresse und Ansprechpartner aufgeführt sind. Kommt es zu einem weiteren Kontakt und Sie interessieren sich ernsthaft für ein Tier, achten Sie auf die folgenden Punkte:

Was man Sie auf jeden Fall fragen sollte ist:

  • wie Sie wohnen
  • welche Personen im Haushalt leben
  • ob Tierhaltung erlaubt ist
  • wie lange das Tier alleine bleiben muss
  • ob Sie Erfahrung mit der Art/Rasse haben
  • ob Sie finanziell ein Tier unterhalten können, auch wenn es mal teuer wird beim Tierarzt!
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Sogenannte Tierschutzorganisationen wollen doch alle nur Geld machen!
Autor: Birgit Schmitz, www.ungarn-tierschutz.de

Während meinen Recherchen zum Thema Tierschutz in Ungarn tauchte immer wieder der Vorwurf auf, dass einige Organisationen nur Geld mit den Tieren aus dem Ausland machen wollen und sie eigentlich keinen Tierschutz sondern Tierhandel betreiben. Ich denke man muss hier zwei Arten von Geldeinnahmen beim Tierschutz unterscheiden. Es gibt leider tatsälich Organisationen, die nur darauf aus sind, mit Tieren aus dem Ausland viel Geld zu machen. Sie kaufen die Tiere "billig" im Ausland (vor allem Osteuropa) ein und verkaufen sie dann teuer in Deutschland. Oft werden Tiere fälschlicherweise als Rassehunde angepriesen, beim Alter wird gelogen, Krankheiten werden verschwiegen usw. Angeboten werden die Hunde in der Regel im Internet, da man die Angaben so nicht überprüfen kann. Manchmal gibt es die angebotenen Hunde und Katzen noch nicht einmal. Die Vermittlung läuft so ab, dass man im Voraus eine Schutzgebühr bzw. den "Kaufpreis" bezahlen muss (der meist auch noch total überhöht ist) und danach entweder nie wieder was von der Organisation hört oder ein Tier bekommt, dass nicht der Beschreibung entspricht, z.B. viel älter ist oder krank. Natürlich fühlen sich diese Organisationen nach der Vermittlung/dem Verkauf nicht mehr für das Tier zuständig.

Aber auch seriöse Organisationen nehmen eine Schutzgebühr und diese dient wie der Name sagt, wirklich zum Schutz der Tiere. Sie dient dazu Missbrauch zu vermeiden und vorschnelle Entscheidungen zu verhindern. Die Gebühr fliesst auch nicht in die "Vereinskasse" sondern wird gebraucht um die Kosten für Impfung, Entwurmung, Chip und Transport des Tieres zu decken. Üblicherweise liegt die Schutzgebühr bei ca. 200,- Euro.
Allein mit den Schutzgebühren können aber weitaus nicht alle Kosten gedeckt werden. Übernachtungen müssen bezahlt werden, es entstehen Verwaltungskosten, kleine und größere Operationen sowie Kastrationsaktionen kosten viel Geld, die Tiere müssen verpflegt werden usw. Außerdem fahren die Organisationen nicht nur nach Ungarn, um dort Tiere abzuholen, sondern unterstützen das dortige Tierheim, damit die Lebensbedingungen für die zurückbleibenden Tiere besser werden. Die meisten Organisationen kümmern sich außerdem um Aufklärung, organisieren Treffen und Informationsstände usw., damit die Situation grundsätzlich in Zukunft entschärft wird.

Tierschutz heißt mehr als nur Hunde holen, vermitteln und Geld kassieren. All die Aufwendungen und Aktivitäten kosten viel Geld und die Schutzgebühr ist nur ein kalter Tropfen auf den heißen Stein. Die Mitglieder arbeiten in der Regel ehrenamtlich und stecken viel privates Geld in den Tierschutz. Zudem sollte man auch einmal bedenken, welch ein organisatorischer Aufwand hinter dem Ganzen steckt. Fahrten, Vermittlungen, Aktivitäten müssen geplant und organisiert werden. Die Mitarbeiter stecken viel Zeit und körperliche und seelische Anstrengung in ihr Engangement. Bilder und Geschichten im Internet oder Prospekten zu sehen ist das eine, aber vor Ort zu sein, zu entscheiden, welchem Tier geholfen wird, den Mitarbeitern zu erklären, dass nicht genug Geld für Reparaturen vorhanden ist, Tiere in der Tötung zurücklassen zu müssen, das ist eine ganz andere Sache.

Sicher gibt es viele skrupellose Tierhändler, aber ich finde man sollte nicht zu schnell urteilen und den Leuten, die ihr ganzes Herzblut in den Tierschutz stecken, Respekt zollen.

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